Shopping Street

Smarte Marken setzen jetzt auf smarte Produkte

Natürlich ist jede Krise eine Chance. Und natürlich gewinnen nach der Krise die, die schon während der Krise die Weichen gestellt haben.

In unserer neuen Realität der verringerten globalen, sozialen und physischen Kontakte hat das Internet (noch) mehr an Bedeutung gewonnen und ist zur wichtigsten Schnittstelle für Information und Interaktion geworden – zwischen Menschen und eben auch zwischen Marken, Produkten und Konsumenten.

Über Nacht wurden in vielen Industrie-Branchen Grenzen verschoben: Marken mit einer etablierten digitalen Strategie haben jetzt einen entscheidenden neuen Wettbewerbsvorteil. Marken ohne digitale Strategie dagegen befinden sich im Ausnahmezustand. Fehlende Investitionen und überfällige Generationswechsel der letzten Jahre führen jetzt zu überproportionalen Anstrengungen und Kosten im Management der veränderten Situation.

Einschub: Unter ‘Digitaler Strategie’ meinen wir nicht die neue Firmenwebseite, die die Markenagentur nach einem Jahr Planung für einen sechsstelligen Betrag umgesetzt hat. Digitale Strategie meint eine paradigmatische Anwendung von Informationstechnologie, die alle Unternehmensbereiche und Prozesse durchdringt. Wir reden von der Schaffung einer lückenlosen digitalen Infrastruktur und daraus abgeleiteten agilen und effizienten Arbeitsmethoden nach innen, sowie digital-basierter Kommunikation und Interaktion mit Partnern und Kunden nach außen.

Die Ausnahmesituation polarisiert: Marken, die schon in allen Unternehmensbereichen digital “atmen”, haben dadurch Kontrolle und Einfluss, sich weiter im Markt zu behaupten. Und sie profitieren gegenüber all den nicht durchdigitalisierten Marken mit ihrer hohen Abhängigkeit vom stationären Geschäft, unterbrochenen globalen Lieferketten und fehlenden digitalen Schnittstellen. Jeder Prozess in der Wertschöpfungskette steht unter diesen veränderten Rahmenbedingungen auf dem Prüfstand – Produktion, Logistik, Handel und Services für Endkunden.

Empty Supermarket

Smart Products in der Produktion

Wer schon während des Herstellungsprozesses digitale Tracking Points aufzeichnet, kann jetzt auf Veränderungen von Angebot und Nachfrage schneller reagieren als andere, selbst wenn Produktionsstandorte weltweit verteilt sind. Das spart nicht nur teure Reaktionszeit, sondern auch Kosten in nachfolgenden Prozessen von Logistik, Handel und Marketing.

Smart Product Anwendungen in der Logistik

Wenn sich eingespielte Prozesse in weltweiter Logistik durch Transport- und Reisebeschränkungen dramatisch verändern, helfen jahrelange Erfahrungswerte und gewohnte Abläufe nicht weiter. Hersteller und Händler, die mit allen ihren Logistikpartnern, Spediteuren und Distributoren lückenlose digitale Lieferketten etabliert haben, behalten jetzt die Kontrolle über veränderte Wege und Zeiten. Einzelhandel und Konsumenten können somit weiter zuverlässig und nachfragegerecht versorgt werden.

Omnichannel im Handel

Wie reagieren Verbraucher, wenn Einkaufsgewohnheiten zu Sackgassen geworden sind? Worauf kommt es jetzt an? Zum Beispiel online recherchieren und im Geschäft abholen. Aber stimmen die Öffnungszeiten? Ist die Verfügbarkeit zuverlässig? Wie schnell wird im Zweifel geliefert? Shoppen zur Inspiration fällt ganz aus. Und künstliche Knappheit bei Alltagsprodukten erzeugt Stress!

Aber etwas Wichtiges ändert sich nicht: Kunden bleiben in ihrem Denken und Handeln “Omnichannel”, auch wenn der Handel ihre gewohnten Erwartungen nicht erfüllen kann. Die Wege der Kunden vom Wunsch zum Kauf passen sich an und davon profitieren Händler, die in der veränderten Landschaft der Kontaktpunkte omnipräsent sind:

  • Das “We are open”-Schild an der Schaufensterscheibe, natürlich mit Telefonnummer und Internetadresse
  • Recherche und Bestellung online, und zwar nicht nur auf der Webseite, sondern auch per Facebook und Instagram
  • Selbstabholung und Lieferung im Nahbereich, zur Not selbst organisiert
  • Angepasste Öffnungszeiten, die in allen Kanälen kommuniziert werden, auch auf Google
  • Regelmäßige Kommunikation mit Kunden, informativ und emotional

Händler, die diese Regeln an ihr Geschäft anpassen und anwenden, dabei lernen und optimieren, profitieren jetzt auf Kosten der Konkurrenten, die auf “Business As Usual” setzen oder zur Kostenreduzierung in Betriebsferien gehen.

Customer with Smartphone

Neue Kundenbindung

Wenn viele Gewissheiten des Alltags ausgesetzt sind, steht das Internet noch häufiger als sonst am Beginn selbst alltäglicher Entscheidungen. Verbraucher suchen sich in kürzester Zeit den Weg des geringsten Widerstands hin zu den gewünschten Waren und Dienstleistungen und optimieren ihren Alltag anhand verfügbarer Möglichkeiten. Hersteller und Handelsmarken, die maximal präsent und maximal transparent sind, werden jetzt weiter verkaufen und wertvolle Kundenbindungen aufbauen, die diese Ausnahmesituation überdauern werden.

Die Smart Product Chance

In jedem der vier Bereiche – Produktion, Logistik, Handel und Kundenbindung – liegt eine Smart Product Chance, die in der derzeitigen Ausnahmesituation bedeutsamer geworden ist als zuvor.

Digitale Lieferketten erhöhen die Planbarkeit in Produktion und Logistik durch weltweit in Echtzeit verfügbare Daten. Mit cloud-basierten Smart Product Services wird die Genauigkeit dieser Daten bis hinunter zum einzelnen Gegenstand innerhalb einer Lieferung erhöht. Diese Daten stehen, weil sie in einem standardisierten Format und online vorliegen, Händlern und Endkunden zur Verfügung.

Im Wettrennen um den Endkunden haben Marken und Händler mit smarten Produkten einen einzigartigen Wettbewerbsvorteil: Ob Biomilch, Handwaschseife oder Staubsauger, das Produkt selbst wird zum kürzest-möglichen Weg in der Kommunikation mit dem Kunden.

Im Handel und im Einsatz zu Hause führen Smart Product Services den Anwender immer ohne Umwege zum gewünschten Ziel, und zwar abhängig von Ort, Zeit und Zustand des einzelnen Artikels: Gebrauchshinweise, Nachkauf, Nachfüllung, Reparatur, Gutscheine, Empfehlungen … die gesamte Palette an Services, verkaufsfördernden Maßnahmen und Kundenbindung ist dank smarter Produkte außerhalb verschlungener, kostspieliger und fragmentierter Marketingkanäle an jedem einzelnen Konsumartikel abrufbar und aktivierbar.

Smart Product Services Platform
Die GoodsTag Smart Product Services Plattform

Anhang 1: Wie funktionieren Smart Products?

Um die digitale Kopie eines Konsumartikels aufzurufen, scannt man dessen einzigartigen QR Code oder aktiviert den NFC Chip mit einem beliebigen Smartphone. Das Telefon ruft eine mobile Internetseite mit allen Informationen und Interaktionen auf, die der Hersteller für genau dieses Produkt in diesem Moment bereitstellt.

Anhang 2: Wie macht man Produkte smart?

Ein smartes Produkt erstellt man in zwei einfachen Schritten. Zuerst wird eine digitale Identität für jeden einzelnen Artikel erstellt. Einfach gesagt ist das ein Eintrag in einer Internetdatenbank, der Produktinformationen enthält und beliebige Ereignisse im Lebenslauf des Gegenstands aufzeichnet.

Daraufhin wird der echte Gegenstand mit seiner digitalen Identität untrennbar verknüpft. Dafür bringt man einen einzigartigen Code am Gegenstand an, zum Beispiel in Form eines QR Codes, eines NFC/RFID Chip oder beliebiger Kombinationen. Die Anbringung erfolgt je nach geplanten Anwendungsfällen am Produkt selbst, dem Etikett oder der Verpackung.

Für das Erstellen und Steuern aller Smart Product Aktivitäten kommt eine cloud-basierte Smart Product Services Plattform, zum Beispiel von GoodsTag aus Berlin, zum Einsatz. Damit wird die Beziehung zwischen Produkt und Kunde so einzigartig wie der Kunde selbst.

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