Erfolgreicher Abschluss des Förderprojektes SMile

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SMile steht für “Smart Last-Mile Logistik” in urbanen und ländlichen Räumen. Von Dezember 2018 bis Februar 2021 forschten die Konsortialmitglieder zu empfängerorientierten Lieferservices. Gemeinsam brachten sie das Leuchtturmprojekt des BMWi nun zum erfolgreichen Abschluss.

Berlin, 26. Februar 2021. Wie kommen die Waren zum Kunden? Nicht erst seit der Coronakrise ist der Fernabsatz ein Wachstumsmarkt. Zentral für Kundenzufriedenheit und reibungslosen Ablauf von eCommerce-Transaktionen ist dabei die Logistik: kommt das Paket sicher und rechtzeitig am richtigen Platz an – und zu welchem Preis?

Die sogenannte Last Mile, die letzte Wegstrecke zwischen Verteillager und Endkunde, ist tatsächlich das bei weitem aufwendigste Teilstück der Lieferkette: zwischen 13% und 75% der gesamten Kosten werden hier verursacht. Mehrfach vergebliche Anfahrten sorgen nicht nur für Kundenfrust, sondern auch hohe Kosten und Umweltbelastungen.

Im Projekt SMile erforschten die Konsortialpartner Lösungen, die die Zustellung von Warensendungen auf der letzten Meile serviceorientierter und effizienter gestalten können. 

SMile steht für “Smart-Last-Mile Logistik” in urbanen und ländlichen Räumen. Als Konsortialmitglieder steuerten die Unternehmen GoodsTag (Konsortialführer), GS1 Germany und Pickshare zusammen mit dem Hasso-Plattner-Institut an der Universität Potsdam und der Universität Leipzig ihre Plattformen und Expertise bei, um kooperative Zustelllösungen auszutesten. 

Bisher scheiterten derartige Lösungen an geschlossenen IT-Systemen und abgezirkelten Zustelllösungen. Das Ergebnis von SMile ist der Prototyp einer Plattform, die verschiedenste Dienstleister unter einem Dach vereinen kann und kooperative Auslieferungen auf der letzten Meile ermöglicht.  

Basis für das Angebot ist eine Smart Service Plattform, die unter der Regie der GoodsTag und des Hasso- Plattner-Instituts entwickelt wurde. “Unser Ziel ist es, den gesamten Produktlebenszyklus nachhaltiger gestalten zu können”, sagt Oliver Schwarz, Geschäftsführer der GoodsTag GmbH. “SMile hat dabei deutlich gezeigt, dass die digitale Transformation der Produktwelt ein zentraler Prozessschritt ist.” 

Pakete und alle involvierten Parteien, wie zum Beispiel Carrier, Transporteure, Mikrodepots oder Empfänger, sind dabei über alle Stufen der Lieferkette hinweg eindeutig indentifizierbar. Zusammen mit der neutralen Plattform ermöglicht das zum Beispiel den offenen Zugang zu neuen Zustellformen: 

  • Wunschtermine und -orte können unabhängig vom jeweiligen Paketdienst auch noch kurzfristig festgelegt werden
  • Crowd Logistics-Konzepte sorgen für niedrigere Kosten, mehr Flexibilität, weniger Verkehr und führen somit zu höherer Nachhaltigkeit 
  • Car-Delivery, die Auslieferung in der Kofferraum, ist besonders für Berufstätige eine eventuell interessante Alternative

Dass auch auf Seiten der Logistiker umgedacht werden sollte zeigt eine Studie, die die GS1 Germany im Rahmen des SMile-Projektes durchgeführt hatte. Fast jeder zweite Befragte bewertete dabei die Servicequalität der aktuellen Zustellsituation lediglich als befriedigend oder schlechter. Die gute Nachrichte für die Branche: Empfänger seien beispielweise bereit, für eine sichere Paketzustellung innerhalb eines konkreten Zeitfensters zu zahlen.

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